Kitten – vom Aussuchen bis zum Großziehen – 9. Erziehung

So manch einer wird sich schon beim Titel gedacht haben: Ja ganz klar, Katzen und erziehen, das wird auf keinen Fall etwas.

So ganz stimmt das aber nicht. Sehr wohl kann man einer Katze beibringen dass sie auf die Katzentoilette geht, oder dass sie auf ihren Namen hört. Außerdem ist es möglich sich mit seinem Mitbewohner so zu arrangieren, dass er nicht über die Küchenplatte spaziert. Selbst kleinere Tricks kann man Katzen beibringen.

In diesem Teil unserer Serie “Kitten vom Aussuchen bis zum Großziehen” soll es darum gehen wie man seinem kleinen Stubentiger ein paar Manieren beibringt, und ihn dazu ermutigt gewisse Dinge zu tun, oder sie doch besser zu lassen.


Bevor es los geht

Bevor man mit dem Training bzw. der Erziehung beginnt, sollte man sich über ein paar Dinge Gedanken machen. Wichtig ist vor allem sich darüber klar zu werden, dass Tiere nicht so lernen wie wir Menschen. Man wird seiner Katze nicht erklären können, dass sie das jetzt besser unterlässt, denn sonst passiert das oder jenes.

Tiere lernen am besten durch positiven Ansporn und Belohnung. Ob das ein Leckerli ist oder eine Streicheleinheit ist ganz egal. Es geht einzig und allein darum der Katze zu zeigen, dass das was sie gerade getan hat zur Folge hat, dass ihr etwas gute passiert.

Was hingegen nicht funktioniert ist schimpfen oder sogar Schlagen. Damit erreicht man oft nur das Gegenteil: Der Stubentiger wird mürrisch, beißt oder wird unrein. Das sollte man unterlassen und vermeiden.

Werbung


In einigen wenigen fällen kann es dennoch hilfreich sein Hilfsmittel mit negativer Auswirkung zu verwenden. So kann man eine Katze die immer wieder an den Wohnzimmermöbeln kratzt, und die man schon mehrfach versucht hat an den Kratzbaum zu gewöhnen, durchaus mit einer Zersteuberspritze kurz mit Wasser ansrpühen. So hat man die Chance das Kratzen am Sofa mit Wasser zu verbinden, welches bekanntlich ja nicht so gemocht wird.

Den eigenen Namen beibringen

Mit all unseren Katzen lief es ziemlich ähnlich. Am Anfang wenn sie einziehen hören sie auf alles, nur nicht auf ihren eignen Namen. Es kann aber durchaus sehr hilfreich sein, wenn die kleine Mieze um die Ecke geflizt kommt, wenn man sie ruft. Die Schwierigkeit dabei ist nur, ihr beizubringen wann sie das tun soll.

Diese Übung ist eigentlich noch ganz einfach: Immer wenn die kleine Katze bei einem liegt und gestreichelt werden möchte, kann man während dem streicheln den Namen des Kitten sagen. So wird das Wort mit einem positiven Ereignis verbunden. Auch wenn man Leckereien verteilt hilft es wenn man hin und wieder mal den Namen der kleinen Katze sagt.

Später wird dann die Schwierigkeit der Übung erhöht: Man ruft seinen kleinen Mitbewohner, und wenn dieser um die Ecke kommt, gibt es eine kleine Belohnung in vorm eines kleinen Snacks.

Wie wird mein Kitten Stubenrein

Katzen sind eigentlich sehr reinliche Tiere. Normalerweise muss man ihnen die Geschichte mit dem Katzenklo nicht beibringen. Man muss ihnen höchstens zeigen wo die Toilette steht.

Werbung


Gerade wenn ein Kitten in eine neue Umgebung einzieht weiß es nicht wo die Katzentoilette steht.  Wir haben es in der Regel immer so gemacht, dass wir das Kitten wenn es aus seiner Transportbox heraus gekommen ist, erst mal auf die Toilette gesetzt haben. So wussten bis jetzt alle Katzen wohin sie müssen wenn sie mal müssen.

Manchmal kommt es aber doch vor, dass ein Malheur passiert. Dann ist es sehr wichtig die Ruhe zu bewahren.

Was man auf gar keinen Fall tun sollte ist, dass kleine Kätzchen mit der Nase in den Urin zu tunken und es zu schimpfen. Es würde nicht verstehen was man von ihm will. Oft macht man es durch so eine Aktion sogar noch schlimmer als es eigentlich ist.

Sinnvoller ist, das Malheur aufzuwischen und die kleine Katze sammt Küchentuch mit dem Ungeschick auf die Katzentoilette zu setzen. So macht man den Versuch eine Verbindung für das Tier herzustellen. Oft hilft es auch wenn man mit den Pfoten der kleinen Katze etwas im Katzenstreu scharrt. Katzen vergraben und verscharren ihre Hinterlassenschaften nämlich gerne.

Plätze an die man nicht hin soll

Zum Schluss kommen wir zum schwierigsten Thema. Es gibt immer wieder Plätze, wo man nicht möchte, dass eine Katze darauf rumläuft. Bei uns ist das zum Beispiel die Küchenablage oder auch der Esstisch. Zum Glück halten sich unsere beiden Mitbewohner zum großen Teil daran.

Eine Garantie gibt es nicht, dass man es seinen Katzen abgewöhnen kann nicht auf die Küchenablage zu springen. Wir würden auch nicht die Wurst oder Fleisch unbeaufsichtigt liegen lassen. Das wäre nur eine Ermutigung sich auf die Küchenablage zu begeben. Schließlich haben wir ja zwei Raubtiere im Haus.

Im Großen und Ganzen funktioniert es aber ziemlich gut. Wenn wir daheim sind, geht normalerweise keine Katze auf den Esstisch oder die Küchenablage. Aber wie haben wir das hinbekommen?

Dies ist eine der wenigen Fälle, in welchen eine negative Verknüpfung durchaus Sinn machen kann. Nur sollte man eben darauf achten, dass diese nicht zu negativ ist, oder anderes handeln beeinflusst.

Wir haben immer wenn eine Katze auf den Esstisch gesprungen ist in die Hände geklatscht. Einen Knall mögen die wenigsten Katzen. So haben unsere Katzen den Esstisch mit einem Knall verbunden. Das gleiche hat auch bei der Küchenablage geholfen. Hier haben wir zusätzlich mit dem Wasserhahn gespritzt wenn eine Katze plötzlich neben dem Abspülwasser gestanden ist um nachzusehen was da oben so rumklappert.

Für manche Katzen sind auch Polstermöbel wie das heimische Sofa sehr interessant. Gerade Kitten versuchen immer wieder daran ihre Krallen zu schärfen. Hier hat man zwei Möglichkeiten: Zum einen kann man seinen kleinen Mitbewohner packen und an den Kratzbaum halten und mit seinen Vorderpfoten dort kratzen. Zum anderen kann man auch hier in die Hände klatschen oder mit Wasser spritzen. In den meisten Fällen hat man so ziemlich gute Erfolge.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur, dass man das Tier nicht generell verschreckt oder scheu macht.

Grisu

Über Grisu

Hallo zusammen, mein Name ist Grisu. Geboren wurde ich im Frühling 2003, irgendwo in der freien Wildbahn. Ich war der erste hier im Haushalt und habe das Sagen. Zumindest denke ich das. Nach ein paar Problemen mit den Frauen habe ich mich jetzt ganz gut an Kessy gewöhnt. Ich mag es am liebsten auf dem Kratzbaum ganz oben zu liegen, um die Welt an mir vorbeiziehen zu lassen. Schlafen ist einfach das beste!!!
Dieser Beitrag wurde unter Basic, Zusammenleben abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>