Neros Kolumne – Arztbesuche…

Hallo liebe Nero-Blog Leser,

Nero hat heute irgendwie keine Lust. es ist kalt und brrr draußen und er schläft heute lieber den ganzen Tag. Darum müsst ihr heute mit mir, seiner Besitzerin, vorlieb nehmen. Ich muss ja sagen ich war schon erstaunt als er mir diesen Blog gezeigt hat. Hätte ich doch nie gedacht, dass er Spaß daran hat seine Erlebnisse mit euch zu teilen und schon so fleissig gepostet hat. Um euch den Wochenstart zu versüßen, werde ich euch eine Episode aus meiner Sicht erzählen.

Wie alle Stubentiger muss Nero auch hin und wieder zum Tierarzt. Gott sei Dank nicht, weil er akut krank ist, sondern bisher einfach um Impfungen zu machen oder mal zu Kontrolle. Aber so einfach wie man sich das vorstellt ist das ja mit meinem Viech natürlich nicht:

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Wir starten damit, Neros Transportbox zusammenzubauen und ihn dazu zu bringen in diese rein zu gehen. Ja, ich weiß er fährt am liebsten freilaufend im Auto mit. Aber wie zum Teufel soll ich ihn dann in die Praxis bringen? Außerdem muss er ja vor den anderen Tieren geschützt werden – oder sie vor ihm???
Nach einer gefühlten Stunde Nero nachlaufen und ihn unter der Couch hervor zu holen. Es ist unglaublich wie man sich nur so wehren kann. Man hat das Gefühl er stemmt sich immer mit allen 4 Pfoten gegen die Box, damit man ihn ja nicht reinstecken kann. So, Step 1 geschafft: Nero ist in der Box.
Wer glaubt, damit wäre die Sache erledigt, irrt sich. Kaum sicher im Auto verstaut, fängt er an zu Miauen. Aber nicht wie ne normale Katze – sondern einfach laut und nahezu hysterisch. Ich glaube er versucht mir einfach ein schlechtes Gewissen zu machen, damit ich ihn aus der Box lasse. Habe ich mir früher noch ein irrsinnig schlechtes Gewissen einreden lassen, geht es inzwischen. Es tut mir zwar immer noch weh, ihn so herzzerreißend miauen zu hören, aber was sein muss muss sein. Und unser Tierarzt ist jetzt eh nur 5 min entfernt.

So dort angekommen und Parkplatz gesucht – geht es weiter. Nero in der Box wieder aus dem Auto heraus und kaum ist er aus dem Auto draußen fängt er an, wild in der Box zu randalieren, sodass mir die Box fast aus der Hand fällt. So – auch diesmal die 20 Meter vom Auto zur Eingangstür geschafft. Ich habe den Vorteil, dass normalerweise kaum andere Besitzer mit ihren Tieren im Wartezimmer warten.
Wir setzen uns und ich stelle Nero neben mir auf den Stuhl. Und was macht er? Er fängt an zu knurren. Ja! Knurren! Wie ein Hund, der gleich auf den nächsten Briefträger losgehen wird. Gott, ist mir das peinlich. Warum kann ich keine normale Katze haben?

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Gut, der Tierarzt ruft uns in die Ordination und ich stelle Nero mitsamt seinem Korb auf den Behandlungstisch. Und er knurrt immer noch vor sich hin. Sitzt aufrecht in seinem Korb und knurrt offensichtlich den Tierarzt an à la “Wenn du mich anfasst, beiß ich dich”. Mein Tierarzt beginnt zu lachen, kennt doch inzwischen das unmögliche Verhalten von meinem Stubentiger. Jetzt kommt der schwierige Part. Nero muss aus seiner Box raus, um untersucht zu werden. Der Versuch gestaltet sich wie n kleiner Ringkampf. Er schlängelt sich um meine Hand und krallt sich fest. Irgendwann schaffe ich es doch ihn aus der Box zu bekommen und er legt sich flach auf den Behandlungstisch und fängt wieder an den Tierarzt anzuknurren. Man könnte ihm unterstellen er versucht uns nur zu beeindrucken. Weil er weder panisch noch ängstlich wirkt. Eher nach dem Motto kleine Zicke will das gerade nicht, weil es nicht bequem ist.

Der Tierarzt ist fast fertig mit seinen Standarduntersuchungen und möchte Nero noch wiegen. Ich verdrehe schon bei dem Gedanken daran die Augen. Na, das kann ja heiter werden. Nero ist der einzige Kater, der es schafft sich auf nem Edelstahl OP Tisch festzukrallen, sodass man ihn nicht mehr hochheben kann. So versucht er 5 min Nero von der Tischplatte loszubekommen, der nur noch weiter und noch lauter zu knurren und fauchen anfängt. Irgendwann hat der Doc es geschafft ihn auf die Waage zu verfrachten und ist zufrieden mit dem was er sieht. Dem Tierarzt und mir steht schon der Schweiß auf der Stirn, weil es wirklich anstrengend ist dieses Tier zu händeln und seine Eskapaden einzuschränken. Doch jetzt merkt Nero, dass wir mit der Untersuchung fertig sind und er spaziert seelenruhig wieder in seinen Korb, legt sich hin und beginnt sich zu putzen. Ich fange innerlich laut an zu lachen, weil es wieder einmal so typisch ist. Wie immer entschuldige ich mich beim Bezahlen bei Dr. Ohnmacht und wie immer fängt er einfach nur an zu lachen. Schön, dass wir offensichtlich eine Kabarett Show sind für ihn und ihn immer super gut unterhalten ;-) .

Der Heimweg ist dann kein Thema mehr. Nero schläft in seiner Box bis er in der Wohnung ist und legt sich dann gemütlich auf die Couch. Ich lege mich daneben und frage mich mal wieder warum ich einen Kater verdient habe, den offensichtlich die Hölle ausgespuckt hat. Aber wenn ich ihn dann so beim Schlafen beobachte und mich dazu kuschle kann ich mir ein Leben ohne ihn gar nicht vorstellen….

Ich hoffe euch die kurze Episode von mir hat euch gefallen und nächsten Montag kommt wie gewohnt wieder Nero mit seiner Kolumne.

Liebe Grüße aus Tirol!

Nero

Über Nero

Geboren wurde ich, hm, eigentlich keine Ahnung. Erinnern tu ich mich erst als ich im Sommer 2007 in nem Gartenhaus im Pongau wach geworden bin. Kurz darauf bin ich nach Tirol umgezogen und dort lebe ich jetzt mit meinem Frauchen in ner ruhigen Wohnung mit Ausblick. Ich bin der Herr im Haus - und alles andere männliche wird grundsätzlich verbellt ;-)
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2 Antworten auf Neros Kolumne – Arztbesuche…

  1. Matthias sagt:

    Hallo!

    Wenn ich im Vorfeld weiß, das eine meiner Katzen in eine Transportbox muss, dann stelle ich diese schon einige Tage vorher auf, so das sie sich daran gewöhnen und am Tag X dann nicht unter dem Sofa verschwinden. Sehr gute Erfahrung habe ich auch mit Bachblüten-Notfall-Globulis gemacht. Diese beruhigen meine Katzen immer vor der Fahrt zum Tierarzt. Mittlerweile gibt es die sogar schon als Leckerli für Katzen und Hunde.

    Gruß, Matthias

  2. Neros Frauchen sagt:

    Hallo Matthias,
    sämtliche Transportboxen von Nero stehen permanen in der Wohnung und dienen im auch als geliebte Schlafplätze. Das hilft nur leider nichts mehr sobald er riecht das irgendwas im Busch ist.
    Danke, den Tipp mit Katzenminze und Bachblüten habe ich auch schon versucht. Davon wird er nur agressiv – und nicht beruhigt :).
    Ich habe halt ein Unikat erwischt ;-)

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