Wie man sich eine Reise so angenehm wie möglich macht…

Halli Hallo ihr Lieben und Bösen,

so sehr ihr Menschen das verreisen mögt, wir Miezen finden das gar nicht so toll. Aber auch da gibt es Möglichkeiten, es sich so bequem wie möglich zu machen. Ich glaube, ich sollte euch mal einen Schwank aus meiner “Jugend” erzählen.
Letztes Weihnachten war Frauchen der Meinung, sie müsse nach Jahren wiedermal Urlaub machen. Aus Mangel an Katzensittern, die genügend Zeit haben sich gebührend um mich zu kümmern, beschloss Sie mich nach Salzburg zu ihren Eltern zu bringen.

Hm, 2 Wochen Erholungsurlaub in den Bergen? Warum denn nicht! Wenn das doofe Autofahren nicht wäre. Ich sag euch, ich hasse Autofahren. Nein – eigentlich hasse ich es nur in meiner Transportbox eingesperrt zu werden. Wie so ein Sträfling. Und dabei bin ich doch königlich und brauche wenn dann eine Sänfte, die von hübschen Katzendamen umringt wird *träum*. Ok – genug rumgesponnen.

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Frauchen hält sich ja für klug genug und meint das ich nicht mitbekomme, wenn sowas wie eine Autofahrt im Busch ist. Aber da hat sie sich mal geirrt. Ich merke das sofort. Und versuche mich irgendwo zu verstecken. Nach ner halben Stunde hat sie mich meistens gefunden und steckt mich doch in den Korb rein. Schön und gut. Was sie jedoch vergessen hat ist, dass ich in mühevoller Kleinarbeit mir schon ein Loch zum ausbrechen vorbereitet habe. Frauchen bringt also ihre Sachen ins Auto und schwupps bin ich wieder weg :-). Ja, man sollte mich nicht unterschätzen. Und wieder beginnt die Suche nach mir auf ein Neues. Eine weitere halbe Stunde später bin ich wieder in meiner Box und diesmal ist sie schlauer und nimmt mich gleich mit ins Auto.

Gott sei Dank hat sie mein vorbereitetes Loch nicht gefunden. Und auch ich verhalte mich erstmal ruhig. Ich will sie doch überraschen :).
Wir fahren los und die ersten 10 Minuten gehen ja noch. Aber dann wird es mir definitiv zu langweilig und ich warte auf den richtigen Moment und zwänge mich aus meiner Transportbox. Langsam und so leise wie möglich schleiche ich mich einmal quer durchs Auto und lege mich auf den Beifahrersitz. Als ich’s mir gemütlich gemacht habe und Frauchen immer noch nichts gemerkt hat, gebe ich mal ein lautes Miau von mir. Frauchen verreist das Lenkrad und kriegt nen halben Herzanfall und brüllt laut los.
Innerlich lache ich in mich hinein. Ja – damit hat sie wohl nicht gerechnet. Bevor sie mich so halbherzig zu fassen bekommt, lege ich mich in den Fußraum des Beifahrersitzes. Dort erwischt sie mich nicht, ohne stehen zu bleiben. Frauchen bleibt stehen und ich springe im Auto bis in den Kofferraum zurück. Ich höre Frauchen schimpfen und schreien. Aber mir ist das egal. Ich genieße gerade meine Freiheit. Aber mir scheint sie hat verstanden, wie ich mich aus dem Korb befreien konnte. Und damit hat sie aber auch verstanden, dass ich da immer wieder rauskomme. Seit 15 Minuten stehen wir schon am Parkplatz und ich springe im Auto frei herum. Irgendwann höre ich ein Seufzen und das Auto startet wieder. Offensichtlich hat sie aufgegeben mich einzufangen, weil es ihr eh nichts bringt.

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Die nächsten 2 Stunden Fahrt verbringe ich mal im Kofferraum, mal am Rücksitz oder Beifahrersitz liegend oder direkt auf ihrem Schoß.
Leute! SO lass ich mir das gefallen. Und dann ist Autofahren auch weniger schlimm. Also liebe Mit-Miezen: Der ultimative Tipp für euch. Wenn ihr verreisen müsst, dann schaut das ihr soviel Freiraum wie möglich habt. Dann macht selbst das Spaß, zwar weniger euren Besitzern als euch – aber das ist nicht unser Problem :)

So long, Nero

Nero

Über Nero

Geboren wurde ich, hm, eigentlich keine Ahnung. Erinnern tu ich mich erst als ich im Sommer 2007 in nem Gartenhaus im Pongau wach geworden bin. Kurz darauf bin ich nach Tirol umgezogen und dort lebe ich jetzt mit meinem Frauchen in ner ruhigen Wohnung mit Ausblick. Ich bin der Herr im Haus - und alles andere männliche wird grundsätzlich verbellt ;-)
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